Eine typische PerlfarmDie Entstehung:

Der heutige Begriff Perle stammt vermutlich vom lat. "pirula" Birnchen.

Perlen bilden sich in zahlreichen Muscheln, (Mollusken) in Schnecken (Gastropoden) und Kopffüßler wie Tintenfische (Cephalopoden).

Viele dieser Perlen entsprechen allerdings nicht dem Idealbild eine Perle. Sie gleichen oft einem Sandkorn sind aus dem gleichen Material wie die Muschelschale meist weiß - grau, porzellanartig ohne den Schimmer von Perlmutt.

Schöne Perlen findet man hauptsächlich in den Arten der Muschelgattung "Pinctada", sie gehören in die Familie der "Pteriidae", (aktuelle Bezeichnung " Aviculiden"). Süßwasserperlen dagegen in der Flussmuschel Margaritifera ( Familie Unionacea).


Eine typische Perlfarm Perlen entstehen als Reaktion des Weichtieres gegenüber eines Fremdkörpers, der in das Innere des Mantels oder zwischen Muschelschale und Mantel eingedrungen ist. Die äußere Haut des Mantels, das Epithel, die normalerweise das Perlmutt der Muschelschale aufbaut, umschließt sofort alle Fremdkörper in diesem Bereich, kapselt sie durch Perlmutt ab. Genauer gesagt, ein eingedrungener Fremdkörper z.B. ein Sandkorn zieht äußeres Epithelgewebe mit, dieses bildet durch Zellteilung einen sog. Perlsack, der den Eindringling umschließt. Hier entsteht nun durch die Immunitätsabwehr der Auster die Perle, da um den Fremdkörper viele konzentrischschalige Hüllen aus Conchin und Calciumkarbonat gebildet werden.


Eine typische Perlfarm Aus neueren Forschungen ist bekannt, dass das Epithel das wichtigste Element zur Perlbildung ist, nicht der Fremdkörper so dass die Auster auch ohne Fremdkörper eine Perle erzeugen kann, z. B. durch Krankheit oder Verletzung von außen.

Die Entstehung einer Zuchtperle

Nach der Operation von rund 1000 Austern stoßen ca. ein Drittel den eingepflanzten Kern wieder ab. Etwa ein Fünftel der Austern sterben innerhalb der darauffolgenden Jahre bis zur Ernte. Die so verbleibenden 50% der Muscheln sind für die Ernte verfügbar. An geernteten Perlen sind nur ca. 4 % makellose Perlen, ca. 12% semirunde Perlen, ca. 30% tropfenförmige, leicht barocke und andere Formen von schöner und mittlerer Qualität. Etwa 12% der Perlernte ist von so minderer Qualität dass sie nicht verkäuflich ist. 



Eine typische Perlfarm Obwohl beim Einpflanzen des Perlmuttkerns und einem Stück Epithelmaterial durch den Operateur immer die mit gleicher Sorgfalt gearbeitet wird, werden zur Ernte verschiedene Perlformen gefunden.


eine runde Zuchtperle entsteht.

Nach dem Einsetzen des Perlmuttkerns und des Gewebestückes (Epithel) in die Auster, beginnt dieses Gewebe Zellen zu produzieren, die den Perlmuttkern umwachsen. Gleichzeitig bildet das Gewebe Perlmutt um den Kern. Im Idealfall bilden diese Gewebezellen um den Kern eine geschlossene Hülle, die Zellteilung stellt das Wachstum ein, und ein sog. Perlsack entsteht. In diesem einheitlichen Perlsack bildet sich nun in den folgenden Jahren eine perfekt-runde Perle.


Eine typische PerlfarmEine barocke (tropfen) Zuchtperle entsteht.
Auch hier wird ein runder Perlmuttkern und ein Gewebestück der Auster eingepflanzt. Anfangs wächst das Mantelgewebe gleichmäßig um den Kern. Beim Zusammenwachsen der Gewebeteile treffen  so viele Gewebezellen aufeinander dass sich die Gewebeteile sich vom Perlmuttkern lösen und eigenständig, weiterwachsen. Eine Tropfen oder Barockperle entsteht.



Letzte Aktualisierung  18.08.01
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